So, mal angenommen, jemand bezahlt in einem 5-Sterne Plus-Hotel über CHF 300.- pro Nacht! Was kann man da denn erwarten?
Folgendes sicher nicht:
Bei der Ankunft wird das Auto ausgeladen und selbstverständlich vom Hotel Personal parkiert. Nun ja, da es sich nicht grad um einen Bentley handelt sondern nur um einen Alltags-Station Wagon wird er etwas abseits parkiert, wie sich später herausstellen wird. Nach dem Einchecken geht’s ab ins Hotelzimmer – das Gepäck wird vom Hotel Pagen gebracht! By the way, wann? 2 Stunden später ist das Gepäck leider immer noch nicht auf dem Zimmer. Die Reception kümmert sich endlich darum und das Gepäck wird innert 15 Minuten geliefert. Sorry, aber dieser Service rechtfertigt kein Trinkgeld.
Das Zimmer ist schön, das Bad auch, leider verfügt die übrig gebliebene Klopapier-Rolle nur noch über max. 3 Blätter – Ersatz ist keiner da!!!!! Wirklich nicht! Zum Glück können Kleenex-Tücher in solchen Notfällen einspringen. Für Nachschub musste extra gebeten werden.
Frühstück im Zimmer – nette Idee, allerdings ist der Weg von der Küche bis zum Zimmer so lang, dass das Frühstück kalt ankam, schade. Der Kaffee hat’s aber geschafft!
Um diesem Umstand am nächsten Morgen entgegenzuwirken, wird der Bestellung ein „bitte warm servieren“ beigefügt. Entweder wurde die Küche in die Nähe des Zimmers verlegt oder die Bedienung hat das Zimmer auf Anhieb und vor allem schnell gefunden, gut – mal abgesehen von der halben Stunde Verspätung. Die fiesen Rollwagen lassen sich aber sehr schlecht ins Zimmer hineinbringen aber der Gast hilft wo er kann. Das Frühstück ist beim zweiten Versuch ok und vor allem noch warm. Aber wann wurde dieser Rollwagen das letzte Mal abgestaubt? Oder ist der Verantwortliche ein Tierfreund und mag Spinnen? Ah, ich weiss es, es handelt sich um ein etwas verstaubtes 5-Sterne Hotel in den Bergen, kann ja mal passieren.
Und zu guter Letzt geht’s um die Abreise, leider – nein, nicht leider – nur raus hier! Es gibt auch heute noch Leute, die eine Barzahlung bevorzugen und die wollen kein Geld waschen, grins! Geldscheine sind übrigens immer noch ein legitimes Zahlungsmittel auch im verstaubten 5-Sterne Tempel, im Fall! Wenigstens klappt’s mit dem Gepäck runter an die Reception bringen, bravo! Aber was fehlt denn da noch, ach ja, der Alltags-Station Wagon einer japanischen Marke. Das Wetter ist wunderschön, es hat geschneit – seit der Ankunft – wunderschön und das Auto wird auch gleich gebracht……… oder nicht? Eine halbe Stunde später; das Wetter ist wunderschön, die Landschaft eingeschneit, das Auto auch. Der Wagenmeister kann oder will den Wagen wohl nicht mehr finden. Also, was bleibt einem anderes übrig, als zurück zur Reception, um dann mit Besen und Schaufel bewaffnet das Auto selbst auszugraben.
…… und das soll ein 5-Sterne-Service sein? Ich finde, ein „Entschuldigung“ reicht da nicht aus. Mein Informant wird dieses Hotel nie wieder betreten und wer kann’s ihm verübeln! Und mich hat es dazu verleitet, diesen Blog-Artikel zu verfassen. Gut, wäre ich dabei gewesen, wären die nicht so glimpflich davon gekommen, die hätten ganz schön was gehört von mir.
Na ja, Fazit: die Sterne bei den Hotels leuchten nicht alle gleich hell, manchmal sind sie auch etwas verstaubt, wie in diesem Fall!